Holzschnitt - Druckstöcke

 

 

Holzschnitt - Von der Zeichnung zum Druck

 

Für den Farbholzschnitt »Tor« wird das Motiv »Bäume« spiegelverkehrt auf den Druckstock gezeichnet. Die bezeichneten Flächen bleiben stehen, die unbezeichneten Teile des Bildes

werden weggeschnitzt. Der Druckstock wird mit ölhaltiger Farbe eingewalzt und seitenrichtig gedruckt. Das frisch bedruckte Papier kann nun auf einen zweiten Druckstock gelegt und mit 

dem Falzbein abgerieben werden. Der so entstandene Umdruck zeigt eine schwache, wieder seitenverkehrte Kopie des Bildes und ermöglicht das passgenaue Einzeichnen der Schatten. 

Ist der zweite Druckstock fertig geschnitzt wird das Motiv »Schatten« in der Technik des japanischen Holzschnitts mit blauer Gouache und Kleister eingefärbt. Die Farbe wird mit

einem Pinsel auf dem Druckstock aufgetragen und das Papier mit dem Falzbein abgerieben.

Nach dem Trocknen wird das Motiv »Bäume« mit roter, ölhaltiger Farbe eingewalzt.

Das Papier wird auf dem Holzstock liegend durch die Presse gekurbelt und die Grafik zum

Trocknen gelegt.

Lithografie - Von der Zeichnung zum Druck

 

Als Druckform dient in der Lithografie ein geschliffener Kalkstein, auf dem mit ölhaltiger Tusche

und Kreide gezeichnet werden kann. Vor dem Drucken wird der Stein mit Gummi arabicum und Salpetersäure präpariert. Die Zeichenfarbe wird mit Balsam-Terpentin ausgerieben und durch Druckfarbe ersetzt. Bezeichnete Partien des Steines nehmen Farbe an, nichtdruckende Flächen sind im nassem Zustand farbabweisend.